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Die acht Gehörlosengemeinden sind in Größe und Tradition vollkommen unterschiedlich; was sie verbindet, ist die gemeinsame Sprache und Kultur. Die Gemeinden sind nicht in sich geschlossen, viele Gemeindeglieder nehmen an den Veranstaltungen anderer Gemeinden teil, oft besuchen Gehörlose aus anderen Landeskirchen die Gottesdienste und Versammlungen.
Gerade weil die Gemeinden so überschaubar sind, ist es wichtig, offen zu sein: gegenseitige Information , gegenseitige Hilfe, sich aus dem Alltag herauszunehmen, um sich der frohen und aufbauenden Botschaft in der eigenen Sprache zu öffnen. Die Gemeinden sind dabei ökumenisch orientiert. Die Konfession spielt eine untergeordnete Rolle; vorrangig ist es, gehörlose Menschen "anzusprechen" - ihnen einen Ort der Gemeinschaft zu geben: eine Gemeinde.
Aufgaben zu übernehmen, sich gegenseitig dienen und unterstützen sind Grundzüge des Gemeindelebens. Evangelium und die eigene Lebenssituation miteinander zu verbinden, schaffen immer wieder neue Wege und Ziele für die Gemeinde.
Die Gemeindeglieder nehmen oft lange Anfahrtswege zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen in Kauf. Deshalb ist in allen Gemeinden der Gottesdienst am Nachmittag (zumal dann auch keine Veranstaltungen der "Hörenden" stattfinden).
Nach den Gottesdiensten trinkt man immer gemeinsam Kaffee; für viele Gehörlose (vor allem auf dem "Land") die Möglichkeit, mit ihresgleichen in der eigenen Sprache zu "plaudern".
In der Regel arbeiten die Gemeinden eng mit den Ortsbünden der Gehörlosen zusammen.
Gemeindeleitung sind die Gemeindevorsteherinnen und -vorsteher.
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