Homberg: Trauer um Anna Scheibe

Am 2. Januar 2015 ist Frau Anna Scheibe geb. Schmidt im hohen Alter von 88 Jahren gestorben. Sie wurde am 25. Januar 1926 in Todenhausen bei Frielendorf geboren. Von Anfang an gehörte die Gehörlosigkeit zu ihrem Leben. Als Kind besuchte sie die Gehörlosenschule in Homberg. Während des Krieges musste sie von Zuhause fort zur Gehörlosenschule nach Frankfurt am Main. Dort lebte sie bei Pflegeeltern. Schon in jungen Jahren verlor Anna Scheibe ihre Mutter. Deshalb hat sie schon früh Verantwortung im Haushalt übernehmen müssen. Durch den Gehörlosenverein lernte sie Herbert Scheibe kennen und heiratete ihn. Zwei Kinder wurden geboren: Sohn Hans und Tochter Petra. Mit viel eigener Hände Arbeit baute man sich ein eigenes Haus in Todenhausen.

Anna Scheibe hat viel und gern im Garten am Haus gearbeitet. Sie hat gern und gut gekocht und gebacken. Das Zuhause von Anna Scheibe war ihre Familie aber ebenso der Gehörlosenverein und die Gehörlosengemeinde. Sie besuchte gern die Veranstaltungen und Gottesdienste und nahm interessiert Anteil am Leben der anderen. Mit anderen zusammen kümmerte sie sich treu um die Kaffeetafel. In den letzten Jahren hatte sie an den Folgen schwerer Schlaganfälle zu leiden. Dadurch war sie ganz pflegebedürftig geworden. Eine schwere Last, die ihr auferlegt war, aber auch den Angehörigen.
Im Trauergottesdienst am 16. Januar 2015 in der Kirche in Todenhausen stand über der Traueransprache der Vers 20 aus Psalm 68: "Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch." Pfarrer Hochschorner hielt den Gottesdienst, Pfarrer Käsemann hat gedolmetscht.

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