Kassel: Sommerfest

"So eine Inklusion ist doch Quatsch!" - Theaterspiel im GottesdienstAm 20. Juni 2015 lud der Allgemeine Gehörlosenverein Kassel und Umgebung zum Sommerfest ein. Natürlich wollten wir wie immer im Hof feiern, aber leider war das Wetter so schlecht, dass wir ins Gehörlosenzentrum umziehen mussten.

Schon traditionell begann das Sommerfest mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Dietrich Tschirner. Auch dieses Jahr konnte er viele Ehrengäste willkommen heißen: Frau Schenk und Frau Waldeck, die schon seit vielen Jahren für den guten Kontakt zum Lions-Club und vielfältige Unterstützung sorgen; Herr Schleicher, Direktor der Hermann-Schafft-Schule in Homberg (Schule für Hörgeschädigte und Gehörlose) sowie Frau Rädecker, ehemalige Sozialarbeiterin für Gehörlose.
Gebärdenchor - Gruppe von Menschen gebärdet zusammenDanach begann der Gottesdienst. Dieses Jahr ging es um das Thema „Inklusion und Barrierefreiheit“. In einem Theaterstück zeigten Inge Tschirner und Werner Most falsch verstandene Inklusion – wenn wir versuchen, alles gleich und besonders gerecht zu machen, dann wird unsere Gesellschaft langweilig und öde. "Die Feier soll ganz inklusiv sein und keine Personengruppe soll bevorzugt oder benachteiligt werden.", so sagte es Werner Most, der den "Inklusions-Kontrolleur" spielte. Und so wurde, statt all die verschiedenen Menschen einzuladen, die Gäste nach und nach aufgefordert zu gehen – sie passten einfach nicht in so eine "inklusive" Festgesellschaft. Natürlich war dieses Theaterspiel übertrieben und als Spaß gedacht… oder ist es vielleicht doch nahe an der Realität?
Menschen plaudern an gedeckter KaffeetafelAuch der Gebärdenchor zeigte die neu eingeübten Lieder und hat diesen Gottesdienst mitgestaltet.
Pfr. Käsemann erzählte in seiner Predigt, dass ein wichtiges Ziel des Zusammenlebens sein muss: Nicht immer auf sich selbst zu schauen, sondern die Not und Bedürfnisse des anderen Menschen zu sehen.
Auch der Gebärdenchor zeigte schöne neue Lieder und hat diesen interessanten Gottesdienst mitgestaltet.
Wüstchengillen im Hof des GehörlosenzentrumsBei Kaffee und Kuchen miteinander zu plaudern, nebenbei zu rätseln, wie viel Centstücke im Spendenglas sind, zu basteln, war einige der Dinge, die man an diesem Tag unternehmen konnte.
Und als gegen Abend der Grill angeworfen wurde, hatte sogar Petrus ein Einsehen. Zwar kühl aber trocken schmecken Bier und Würstchen im Freien allemal besser. So klang das Sommerfest erst in den Nachtstunden aus.

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