Gemeinde Fulda: Abschied von Leonhard Staubach

Leonhard StaubachLeonhard Staubach ist bereits am 10. Mai 2018 im hohen Alter von 96 Jahren gestorben. Lange Zeit wussten wir in der Gemeinde Fulda nicht Bescheid. Leonhard Staubach war bislang das älteste Mitglied der Fuldaer Gebärdensprachgemeinde. Er hatte stets ein Lächeln auf den Lippen, war immer zum Spaßen aufgelegt und wusste über viele wichtige Gehörlosen-Themen aus vergangenen Zeiten zu erzählen.

 

Wir alle sind sehr traurig über seinen Tod und wünschen seiner Witwe Marlie Staubach viel Kraft und Trost.

Leonhard Staubach wurde am 24. Mai vom katholischen Seelsorger aus Fulda auf dem Friedhof in Lauterbach bestattet. In der Heiligen Messe am 8. Juli im Priesterseminar Fulda hat der ehemalige katholische Gehörlosenseelsorger Michael Freiherr von Lüninck für Leonhard Staubach gebetet. Auch in den Gottesdiensten in Gebärdensprache in Lauterbach und Fulda haben wir an ihn gedacht und in die Fürbitte aufgenommen.

Hanau: Marktplatz Hanau: Unionsfest am 16. September

Hanau Unionsfest Internet

Am 16. September feierte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (=EKKW) auf dem Marktplatz in Hanau vom Mittag bis zum frühen Abend ein großes Fest. Anlass des Festes war das 200-jährige Jubiläum der Hanauer Union. „Zusammen in Vielfalt glauben“ hieß das Motto. Das Motto erinnert an das Jahr 1818: seitdem feiern lutherische und reformierte Christen im Bereich des heutigen Sprengels Hanau gemeinsam Gottesdienst. Das Motto ist auch ein Aufruf für die Zukunft: „Ja“ zur konfessionellen Identität, „Ja“ zur ökumenischen Aufgabe und „Ja“ zum interreligiösen und interkulturellen Gespräch. Eine entsprechende Erklärung wurde u.a. vom Bischof der EKKW, Dr. Martin Hein, unterzeichnet. Der Bischof predigte im Festgottesdienst. Der Gospelchor der EKKW „get up!“ sang. Schauspieler und auch der frühere Propst des Sprengels Hanau und jetzige Prälat der EKKW, Bernd Böttner, schlüpften in historische Gewänder und veranschaulichten spielerisch das Geschehen von vor 200 Jahren.

Der ganze Tag wurde in Gebärdensprache gedolmetscht. Roswitha Wagner, Christina Kotte und Stefanie Riedel-Waskönig wechselten sich beim Dolmetschen ab. Rund 15 Gehörlose aus den Gebärdensprachgemeinden der EKKW feierten das Unionsfest barrierefrei mit.

Das Resümee: „Es war ein schöner Tag, lang und interessant.“

 

 

 

 

Kassel: Gemeinsamer Konvent

Regelmäßig alle zwei Jahre treffen sich die Gehörlosenpfarrerinnen und –pfarrer aus Hessen und Nassau, der Pfalz und Kurhessen-Waldeck zu einem gemeinsamen Konvent. Dieses Jahr am 17. und 18. September 2018 in Kassel. Ein Thema war die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Mitarbeiter des CVJM, Sebastian Vogt, war als Referent eingeladen und berichtete über die vielen Möglichkeiten im Internet, sich zu zeigen und Informationen zu geben.
Am zweiten Tag wurden dann Planungen für die Zukunft gemacht. Dieses Mal mussten wir weit in die Zukunft blicken: im Jahr 2021 ist der Ökumenische Deutsche Kirchentag in Frankfurt/ Main. Für diese Veranstaltung muss viele Vorbereitet werden, sowohl von uns, als auch von der katholischen Gehörlosenseelsorge.

Auf gute Zusammenarbeit!

 

 

Treysa: Unmöglich!

Gottesdienst in Hephata

„UNMÖGLICH!“ „Unerhört!“ „Das darf nicht wahr sein!“ … mit diesen Worten fing der Gottesdienst auf den Hephata-Festtagen am 9.September 2018 an.
Hephata ist eine große Einrichtung für Behinderte. Sie hat viele Standorte und Werkstätten in ganz Hessen. Der Hauptsitz ist in Schwalmstadt-Treysa. Jedes Jahr am zweiten Wochenende im September lädt Hephata zu einem großen Jahresfest mit vielen Ausstellern, Verkaufsständen und Bühnen auf denen Musikgruppen und Zauberkünstler auftreten.
Der Gottesdienst am Sonntagmorgen wird immer in Gebärdensprache gedolmetscht.

…. aber was war „UNMÖGLICH!“? Wie manche Menschen mit anderen Menschen umgehen! In einer Bibelgeschichte schreit ein Blinder und will zu Jesus. Aber bevor Jesus seine Bitten hören kann, wollen andere Menschen, dass der Blinde still ist – er stört: „Sei ruhig!“, „Halts Maul!“. Doch der Blinde ruft weiter und Jesus kommt zu ihm und fragt ihn, wie er helfen kann.
Wie oft wissen die einen Menschen schon, was andere Menschen brauchen!? Da gibt es Menschen, die laut sind und sich immer vordrängen. Menschen, die denken, sie sind die Chefs. Menschen die bestimmen, was gut und richtig für andere Menschen ist.
Es braucht Mut zu sagen, ich bin wichtig und ich weiß, was ich will und brauche! Jesus will uns dieses Selbstbewusstsein geben, damit wir selbst entscheiden können und auch wahrnehmen, was andere Menschen wollen.
Jesus heilt den Blinden, weil er das so will. Ein Wunder! Ein viele größeres Wunder, wenn wir lernen, uns gegenseitig zu achten und unsere Wünsche zu respektieren.

Nach dem Gottesdienst hatten wir genug Zeit bei warmer Herbstsonne zu plaudern, über das Fest zu bummeln und die vielen Dinge (aus) zu probieren.

Bis nächstes Jahr – ein Wiedersehen in Hephata auf dem Jahresfest!

 

 

Kassel: Fahrt nach .....

Im Stau

Eigentlich hatte der Allgemeine Gehörlosenverein Kassel (AGV) zu einem Ausflug am 1. September 2018 zum Internationale Mühlenmuseum nach Gifhorn eingeladen. Alles war gut vorbereitet: das Essen bestellt, die Führung vorbestellt, das Wetter nicht zu heiß und nicht zu kalt, der Bus war pünklich am Bahnhof Wilhelmshöhe. Kurz: Alles war perfekt!

ABER dann.... Kurz hinter der Abfahrt Nordheim (Nord) - es war ca. 9.30 Uhr - standen wir im Stau. Alle dachten noch, dass es langsam weitergehen wird, aber wir standen.... und standen.... und standen. Manchmal ging es dann doch weiter, aber nur ein paar Meter. So spazierten wir auf der Autobahn und hofften noch, irgendwann in Gifhorn anzukommen.

Trotz Stau immer noch fröhlichAber bald wurde klar, dieser Stau wird sich nicht auflösen - wegen Brückenabrissarbeiten war die gesamte Autobahn 7 gesperrt und alle Umgehungsstraßen waren verstopft.
Mehr als vier Stunden später - es war jetzt kurz vor 14.00 Uhr - beschlossen der Ortsbundvorstand, den Ausflug abzubrechen. Vor uns lag die Abfahrt "Echte"; endlich eine Möglichkeit zu wenden und wiedere Richtung Kassel zu fahren. Denn Richtung Gifhorn waren es noch 7km Stau auf der Bundesstraße gewesen.

So fuhren wir an "unserem" Stau vorbei - was vier Stunden Warten gewesen war, war jetzt fünf Minuten "Vorbeifahren".
An der nächsten Ausfahrt fuhren wir dann ab Richtung Einbeck, um uns kurz entschlossen diese schöne Stadt anzusehen - ein lohnender Abstecher!Endlich die Abfahrt "Echte" (Aber noch kein Ende in Sicht)

Trotz Stau blieb die Stimmung gut und wir kamen müde und zufrieden am Abend in Kassel an. Wir hoffen, dass wir irgendwann uns doch mal das Mühlenmuseum ansehen können, dann aber ohne Stau ;-)

Danke an die Organisation - den Vorstand des AGV und die Geduld alles Mitfahrer, die ihr Fröhlichkeit nicht verloren haben!

» Hier zum Bericht des AGV-Kassel...

 

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