Eschwege: Gottesdienst in Coronazeit

Gemeinde EschwegeSeit vielen Jahren unterstützt das Ehepaar Waltraud und Josef Groß treu und zuverlässig die Eschweger Gehörlosengemeinde. Sie bereiten den Altar vor, Kreuz und Bibel werden bereitgestellt und die Kerzen angezündet.
Daneben müssen noch Tische und Stühle für den Gottesdienst zurechtgerückt werden.
Während des Gottesdienstes bedienen Carsten Neuenfeld oder Jessica Krüger den Computer. Die Lesungen übernimmt Marlon Blumenstein, der den Konfirmandenunterricht in der Homberger Gehörlosenschule besucht. Daneben hilft er beim Desinfizieren von Stühlen und Tischen.
Nach dem Gottesdienst ist öfter Traudi Peer aus Kassel per Videochat zum Austausch zugeschaltet, die vor der Corona Pandemie regelmäßig zum Gottesdienst kam, um die Eschweger Gehörlosengemeinde zu begleiten.
So bleibt der gute Kontakt trotz Corona erhalten. Alle freuen sich, wenn hoffentlich in Zukunft wieder längere Treffen bei Kaffee und Kuchen oder Gegrilltem nach dem Gottesdienst möglich sind.

Trauerfälle

In den frühen Morgenstunden des 21. Januar 2021 ist Anna Rosa Kaltofen, die Mutter von Erhard Kaltofen im Alter von 96 Jahren verstorben.
Erhard Kaltofen und seine Frau Karola haben sich sehr gekümmert und haben die Verstorbene treu gepflegt, nach dem sie in ihrem letzten Lebensabschnitt mehr und mehr auf Hilfe angewiesen war.
Die Familie hat unter Hygienebedingungen würdevoll auf dem Friedhof in Dodenau Abschied genommen und weiß Anna Rosa Kaltofen in Gottes Zukunft geborgen.

Unser herzliches Beileid gilt auch Marion Dippel, die am 20. Januar 2021 auf dem Hersfelder Friedhof von ihrer Mutter, Wilfriede Ziegler, Abschied nehmen musste.
Nach überraschender Krankheit und mehreren Operationen ist Wilfriede Ziegler im Alter von 79 Jahren verstorben.
Wir wünschen Marion Dippel Trost und neuen Mut in der schweren Zeit des Abschieds.

Am 28. Januar 2021 mussten wir von Helga Hempel, geb. Gebel Abschied nehmen. Sie ist am 18. Janauar im Alter von 79 Jahren nach Krankheit verstorben. Ihre Familie konnte sich zum Trauergottesdienst in der Klosterkirche Kassel-Nordshausen versammeln. Helga Hempels Trauspruch, „Gott ist meine Sonne und mein Schild“ soll uns Trost geben in dieser Zeit der Trauer.
Nach der Trauerfeier gingen wir zum Friedhof, um dort Helga Hempel neben ihrem Ehemann Heinz beizusetzen.
Wir wünschen der Familie von Helga Hempel, besonders ihrem Sohn Andreas, alles Gute, Trost und Gottes Begleitung!

Dank an Gemeindevorsteherinnen und Gemeindevorsteher

Kreuzherz farbeDie Gehörlosengemeinden durchleben wegen der Corona Krise eine belastende Situation.
Sie müssen auf die vertraute und liebgewordene Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen im Anschluss an den Gottesdienst verzichten. Das ist nicht leicht und wird von vielen sehr vermisst.
Es gibt Unsicherheit, soll ich den Gehörlosengottesdienst besuchen oder nicht?
Es geht um die Gesundheit. Wie kann ich die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer schützen. Viele zeigen in den Gehörlosengemeinden große Verantwortung.
Manche können nicht zum Gottesdienst kommen, bleiben aber im Gebet mit der Gemeinde verbunden. Manche fragen nach, ob Gottesdienst stattfindet oder nicht. Das zeigt eine gute und freundliche Verbundenheit.
Großer Dank gilt den Gemeindevorsteherinnen und Gemeindevorstehern in dieser schwierigen Zeit.
Die Gottesdienste finden teilweise in neuen und größeren Räumlichkeiten statt, in denen Hygieneabstand und Treffen möglich sind. Es braucht viel Hilfe und Unterstützung. Die Räume müssen gelüftet werden. Der Altar und Gottesdienstraum müssen vorbereitet und vieles bereitgestellt werden. Stühle und Tische werden aufgestellt und desinfiziert. Begrüßung, Lesungen, Gebärdenlieder und Fürbittengebet werden von Gemeindevorsteherinnen und Gemeindevorstehern übernommen.
Für die Gehörlosengemeinden und Gehörlosenvereine ist es keine leichte Zeit. Aber es gibt viel Hilfe und Unterstützung, die es allen leichter macht.

Dafür herzlichen Dank!

Kassel: Adventsfeier

Besuch vom NikolausAm 6. Dezember 2020, Nikolaustag und 2. Advent, feierten wir Gottesdienst in der Kasseler Gemeinde. Auch wenn wir alle auf Abstand bleiben mussten und die Masken nicht absetzten durften, war es schön sich zu treffen.
Im Gottesdienst zeigte der Gebärdenchor Adventslieder zum Mitmachen und ein lustiges Theaterstück: die heiligen drei Könige kommen viel zu früh in Bethlehem an und suchen das Jesuskind. Jeder berichtet von den Problemen seiner Reise in Coronazeiten. Die Drei hatten auch Geschenke dabei Gold, Myrre und …. Toilettenpapier! Erst später merkten die drei Könige, dass das Hotel, vor dem sie auf Maria und Josef warteten, geschlossen war – natürlich wegen Corona! Dann aber kam der Nikolaus und erklärte, dass sie viel zu früh sind, verteilte ihnen Geschenke und nahm sie mit!
Während des Gottesdienstes wurde immer mal auch ein bisschen Sport gemacht, denn die Kirche durfte nicht beheizt werden und Bewegung sollte uns wieder aufwärmen.
Später dann kam auch nochmal der Nikolaus und verteilte im Auftrag des Gehörlosenvereins leckere Geschenke. Die Vorsitzende des Allgemeinen Gehörlosenvereins Kassel, Dorle Wareka, blickte zurück auf das letzte Jahr und die vielen ausgefallenen Veranstaltungen; sie wünschte allen eine schöne Zeit, Gesundheit und dass es bald wieder besser wird!
Pfarrer Käsemann war überrascht, als Traudi Peer ihm Namen der Gemeinde dankte und ein Geschenk überreichte, denn er ist seit 20 Jahren in der Gehörlosengemeinde Kassel. Er selbst hatte daran nicht gedacht, umso schöner die Überraschung. Frau Peer sprach davon, wie Pfr. Käsemann angefangen hatte und hofft auf eine weitere gute Zusammenarbeit.
Am Ende dieses besonderen Gottesdienstes bekam noch jeder ein kleines Geschenk: Eine „Lichttüte“ zusammen mit Süßigkeiten, den Losungen 2021 und Desinfektionsspray: für Körper, Seele und Gesundheit und den vielen guten Wünschen für das neue Jahr!

Kassel: Festgottesdienst

Kasseler Musiktage - Festgottesdienst mit Gebärdenchor"Siehts Du Musik" – mit diesem Thema starteten die Kasseler Musiktage in einem Festgottesdienst am 1. November 2020 in der Martinskirche.
Jetzt, während der Coronazeit, dürfen Chöre nicht singen, außer es sind Gebärdenchöre! So passte es gut, dass der Gebärdenchor Kassel einem großen Publikum "Musik für die Augen" zeigen konnte.
Zu Beginn des Gottesdienstes berichtete Stefanie Böker zum Thema: "Was ist Musik für Gehörlose?" – sie hatte den Chor zu dem Thema gefragt und die Aussagen zu hörender Musik und Gebärdenlied, -poesie zusammengefasst.
Psalm 23 und die Lesung wurden stimmlos gebärdet.
Pfr. Dr. Temme predigte über die "Verwirrung der Sinne". Wie funktionieren unsere Sinne zusammen und gibt es nicht einen Sinn, der über unsere Wahrnehmungen hinausgeht?
Getragen wurde aber der Gottesdienst vom Gebärdenchor unter der Leitung von Jutta Hempel. Viele Hörende waren beeindruckt und sagten, dass die Texte und Lieder "neue Form und Gestalt vor den Augen bekamen" – Musik und Sprache sichtbar!

Durch den Gottesdienst begleitete uns als Dolmetscherin Norma Gühlke und ihre Praktikantin.

Allen Beteiligten herzlichen Dank und wir hoffen, dass so ein Zusammenwirken zwischen Hörend und Gehörlos auch bald wiederholt werden kann – dann aber mit mehr Zeit zur Vorbereitung!

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